Die Fürstengruft
Über seine eigene Beisetzung, die übrigens nicht in Altenburg, sondern auf seinem Schloß im südlicher gelegenen Wolfersdorf stattfand, sagte der Herzog:
Das Schloß trägt übrigens bis heute den Namen “Fröhliche Wiederkunft”. Wenn das kein Versprechen ist…
Von außen wirkte die Gruft schlicht, aber würdevoll: ein länglicher, kirchenähnlicher Bau mit markantem Eingangsportal. Ziergiebel, drei obeliskartige Steinsäulen auf dem Dach, Spitzbögen und das Wettiner Wappen – alles typisch neugotisch.
Besonders eindrucksvoll: die je fünf Fenster auf jeder Längsseite. Noch heute faszinieren die wenigen erhaltenen farbigen Glasreste, wenn Licht hindurchfällt. Geplant war weit mehr: verspieltes Maßwerk, goldene Bemalungen und christliche Motive wie Maria mit dem Christuskind – ganz im Stil der großen Kirchenmaler jener Zeit. Diese Entwürfe wurden allerdings nie verwirklicht. Was hätte werden können, zeigt: Man dachte hier groß.



